Das schamanische Weltbild besteht aus dem Wissen über die verschiedenen Welten, das Leben selbst und das Leben nach dem Tod. Je nach Kultur können die Auffassung und Umsetzungen variieren, doch hinter allen stecken die gleichen Grundkonzepte:

Nach schamanischem Glauben bestehen drei Hauptwelten, die man in unseren Breitengraden meist als Baum dargestellt hat:

 

Die Untere Welt

Die Untere Welt, die Wurzeln, ist das ehemalige Paradies. An diesem Ort sind die Krafttiere, Helfer und die verstorbenen Seelen zuhause.

 

Die Mittlere Welt

Die Mittlere Welt, der Stamm, ist die materielle Welt. Diese wird von uns Menschen, Pflanzen und Tiere bewohnt. Hier wird zwischen der Alltäglichen Wirklichkeit (AW: sichtbar, greifbar) und der Nichtalltäglichen Wirklichkeit (NAW: unsichtbar, nichtgreifbar) unterschieden. In der NAW leben alle Naturgeister, so wie Geister die nicht nach "Hause sind.

 

Die Obere Welt

Die Oberen Welt, die Äste und das Blätterwerk, kennen wir als Himmel. In ihr sind alle Meister, Aufgestiegene Wesen und Engel zuhause.

Wichtig ist, dass es keine Wertung der Welten gibt. Sie werden nicht wie beim christlichen Glauben in Gut und Böse unterteilt. Die Untere Welt ist für die Schamanen genau so schön und erstrebenswert wie die Obere. Diese drei Welten sind direkt miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Durch die schamanische Reise ist es möglich in die anderen Welten zu reisen, sie zu erkunden und bei den jeweiligen Bewohnern um Rat zu fragen.

 

 

Animismus

Einer der wichtigsten Punkte ist der Animismus (lateinisch anima = Seele). So glauben schamanische Kulturen, dass alles beseelt ist egal ob Tiere, Pflanzen, Bäume oder Mineralien. Diese Auffassung führt unweigerlich zu mehr Respekt und Wertschätzung für den ganzen Planeten Erde.

 

 

Die Heilige Vier

Die Vier ist in allen schamanischen Kulturen eine Heilige Zahl. So wurde sie, als grosser Kreislauf des Lebens angerufen, gefeiert und mit ihr gearbeitet (Medizinrad). In der Heiligen Vier stecken die Vier Himmelsrichtungen (Osten, Süden, Westen, Norden), Die Vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Wind), Die Vier Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst, Winter), der Wachstumsprozess (sähen, wachsen, ernten, ruhen), der Tagesablauf (Morgen, Mittag, Abend, Nacht) und der Lebenskreislauf (Geburt, Jugend, Alter, Tod).

 

Verbundenheit mit der Tierwelt und Mutter Natur

Im Schamanismus geht man davon aus, dass Menschen eng mit Tiergeistern (Krafttier) und Mutter Natur und seinen Wesen verbunden sind. Das Totem ist das persönliche Seelenkraftttier das den Mensch von Geburt an beschützt und führt. Damit stehen Beide meist in einer lebenslangen Verbindung, auch in der AW. Das Totem kann auch vererbt werden, dies sind sogenannte Clantotems. Man kann diese vergleichen mit unseren Familienwappen. Die Mutter Natur wird als eigenständiges Wesen wahrgenommen, die viele unsichtbare Helfer (Naturgeister) hat. Diese sind zuständig für Flora und Fauna. Es gibt eine grosse Anzahl von Naturgeistern und ein Schamane ist im dauernden Kontakt zu ihnen um für Schutz und genügend Nahrung zu bitten.

Reinkarnation

Reinkarnation ist der Glaube an die Wiedergeburt. Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern nur der Übergang in eine andere Welt. Die Seele, so der Glaube, tritt aus bestimmten Gründen aus dem Körper und reist weiter in die Untere oder Obere Welt um dann irgendwann wieder in einem Festen Körper mit einem neuen Auftrag in die Alltägliche Wirklichkeit zurückzukehren. Es ist aber auch möglich, dass sich ein Teil unserer Seele schon vorzeitig verabschiedet, dazu mehr unter Seelenrückholung. Diese Vorstellung existiert schon sehr lange in mehreren Kulturen und wird durch einen entsprechenden Ahnenkult ergänzt.

 

 

Geisterglaube

Wenn wir von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen, gibt es auch keinen Zweifel, dass es mehr gibt als unsere sichtbare Welt. Neben den auf der Erde lebenden Menschen, Pflanzen, Tieren und Mineralien gibt es noch andere Wesen, die wir als „Geister“ bezeichnen. Sie sind körperlose Seelen, die in einer anderen Welt leben und hin und wieder zu den Menschen Kontakt aufnehmen. Diese Geister können Helfer, Krafttiere, Ahnen, Meister, Engel aber auch verwirrte Tote sein, die den Übergang aus einem Grund nicht geschafft haben. Erfahre mehr unter Psychopompos.

 

 

Ahnenkult

In vielen indigenen Kulturen spielt die Ahnenverehrung eine zentrale Rolle und ist für die Arbeit des Schamanen nicht wegzudenken. Die Verbindung zu den Ahnen hatte mehrere Vorteile: Sie sind nicht an Zeit und Raum gebunden, was ihnen den Blick in jegliche Zeiten ermöglicht und sie zu guten Beratern macht. Mit dem Wissen aus der Vergangenheit und Zukunft können Ahnen an die Traditionen erinnern und das alte Wissen weitergeben oder ihre Verwandten vor dem falschen Weg warnen.

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26.07.17

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